2016 – Ein Rückblick


Das Jahr neigt sich dem Ende. Die letzten Stunden laufen. Neue Wünsche und Vorsätze werden gewählt und vielleicht sogar aufgeschrieben. Die letzten Vorbereitungen werden getroffen und überall denken die Menschen an das vergangene Jahr zurück.

So auch ich. Und es ist wirklich viel passiert in 2016. Hier mein kurzer Rückblick.

Frühjahr:
Eigentlich war 2016 ganz gut angelaufen. Ich hatte mich noch in 2015 für den WriYoBo, eine Challange der Schreibnacht, angemeldet und während mein Freund und unser Mitbewohner fröhlich in das neue Jahr gefeiert haben, saß ich an meinem Schreibtisch und nutzte jede Minute, um meinen Wordcount in die Höhe zu treiben. Im Januar schoss ich sogar weit über mein geplantes Ziel von 10.000 Wörtern hinaus. Das Schreiben machte mir Spaß. Und ich wollte mehr. 2016 sollte mein Schreib-Jahr werden.
Schnell hatte ich auch meine WritingBuddy gefunden, die heute eine meiner besten Freundinnen ist. (Allein dafür hat sich dieses Jahr eigentlich schon gelohnt! <3)
Außerdem bekam ich ein Angebot, bei einem Live-Hörspiel einer der Hochschulgruppen mitzuwirken. Eine tolle Sache, liebe ich doch die Schauspielerei ebenso wie das Schreiben. Das konnte nur ein gutes Jahr werden.

 

Doch so gut, wie der erste Monat begonnen hatte, ging es auch schnell wieder bergab. Ich legte einige meiner letzten Prüfungen ab und als es endlich wieder wärmer wurde, kam der erste Zwischenfall. Ein Sturz und mein Fußgelenk war angebrochen. Wochenlang war ich an Krücken gefesselt und Schreiben macht mit Schmerzen auch nicht wirklich Spaß.

Der Mut verließ mich, die Werte in meiner Tabelle wurden schlechter. So viel zu meinem Schreib-Jahr…

 

Sommer:
Endlich wurde es wieder besser. Ich konnte wieder einigermaßen Laufen, wenn auch nicht sehr schnell und nicht sehr lange. Aber ich übte fleißig. Die Proben zu dem Live-Hörspiel „Leichenräuber“ hatten begonnen und es machte großen Spaß, mit der Truppe verschiedene Stimmen zu entdecken und den Rollen neues Leben einzuhauchen.

Gleichzeitig konnte ich endlich meine Bachelorarbeit anmelden, die ich schon einige Zeit vor mir hergeschoben hatte. Ich wollte erst wieder gesund werden.
Schreibtechnisch lief es noch immer nicht so gut, wie ich es mir gewünscht hätte. (Es wurde sogar von Monat zu Monat weniger, was auch meiner BA geschuldet war)
Dennoch gab es Lichtblicke, wie Beispielsweise die Autorenmesse.

Ein Event, auf das ich mich schon sehr gefreut hatte. Meine WritingBuddy hatte sich bei mir angemeldet und wir wollten gemeinsam den Tag dort verbringen und endlich einige der Schreibnächtler kennen lernen.
Leider war die 1. internationale Autorenmesse dann alles andere als ein Erfolg. Der Ablauf wirkte nicht wirklich durchdacht und auch die Location hatte das eine oder andere Manko.

Die Redner widersprachen sich zum Teil selbst und auch sonst bekamen wir eher Tipps, die wir schon kannten, oder die für uns nicht umsetzbar waren, weil zu teuer. Hin und wieder war es auch einfach Eigenwerbung. Kurz gesagt, wir waren enttäuscht. Hätten wir es doch schon an den vielen eigenartigen Preissenkungen und „Bring-deine-ganze-Familie-mit“-Aktion erkennen können. Aber man hat ja schließlich Hoffnung.
Dennoch ließen die Mitglieder der Schreibnacht es sich nicht nehmen, etwas Positives aus diesem Tag zu machen. Sie brachten mich dazu, meinen ersten Tweet zu verfassen, schafften es mich mit vielen tollen Menschen in Kontakt zu bringen und auch sonst ließen wir und nicht unterkriegen. Der Abend wurde ein voller Erfolg.

Nur kurz darauf, kam mein Vater ins Krankenhaus. Es war eine lange und schwierige OP. Ich kann heute noch die Angst spüren, die ich zu dieser Zeit um ihn hatte. Auch meine Mutter kam ins Krankenhaus. Meine Schwester wohnte eine Weile bei uns. Alles ging gut. Gott sei dank! Und es brachte mir einen neuen Blickwinkel. Durch gutes Zureden und die Unterstützung meines Freundes rang ich mich zu der Entscheidung durch, es als Autorin zu versuchen. Auch ein Pseudonym war schnell gefunden. Abgeleitet vom Namen meines Vaters – Tommy.

Spätsommer/Herbst:
Noch immer war meine Familie nicht fit. Mein Vater musste immer wieder in Krankenhaus und diesmal erwischte es auch meine Schwester. 2016 war für mich nicht mehr das Jahr, dass ich einmal begonnen hatte. Es war zu etwas Furchtbarem geworden. Mit Ach und Krach beendete ich meine Bachelorarbeit, die ich in dieser Zeit ja ebenfalls hatte schleifen lassen. Auch der WriYoBo hatte eine Weile ohne mich auskommen müssen. Um etwas Ruhe zu finden, gönnten wir uns einen kurzen Urlaub.
Alles war aus den Fugen geraten und ich hatte meinen Entschluss schon fast wieder vergessen – da traten die #BartBroAuthors in mein Leben. Ein Verein aus Autoren (Verlag so wie SP) Grafikern, Lektoren… Eine große wundervolle und hilfsbereite Gemeinschaft.
Die ich glücklicherweise noch vor der Frankfurter Buchmesse kennen lernte. Denn dort konnte ich einige von ihnen treffen. Zusammen gab es lustige Aktionen und zwei sehr schöne Abende in Frankfurt. Man darf gespannt sein, was noch alles folgen wird! Da kommt noch was, versprochen! (Mehr darf ich aber nicht verraten) Die FBM öffnete mir dann schließlich die Augen.

 

 

 

 

 

Das war es was ich wollte. Ein Leben, dass ich nicht mehr missen möchte!

Winter:
Mein Entschluss war gestärkt. Doch wie sollte ich das bitte meinen Eltern beibringen? Mein eigentlicher Plan, ihnen mein erstes großes Werk zu präsentieren, war dank dem Chaos nicht mehr umsetzbar. Die Zahlen meiner WriYoBo-Tabelle waren eindeutig und ich selbst hatte so viel neues über das Schreiben gelernt, dass ich mir nicht vorstellen konnte, die Geschichte so zu drucken.
Ich musste es ihnen anders zeigen… Die Idee für die Sammlung war geboren und mit ihr, der Wunsch nach einer Homepage.(Und vielleicht auch einem Blog)
Ich setzte mich dran ein Logo zu entwerfen, mein Freund half mir bei der Seite. Und so nahm alles seinen Lauf.

Jetzt ist dieses Jahr fast zu Ende und ich bin gewissemaßen froh darum. Es war nicht immer einfach. Und doch hat mir dieses Jahr in vielerlei Hinsicht geholfen, mich selbst zu finden. Ich möchte mit neuem Elan an meine Projekte gehen. Der erste Schritt war es, meiner Familie zu sagen war ich nach der letzten Hausarbeit in meinem Bachelor machen möchte und auch ihre Unterstützung zu hoffen. Der nächste Schritt wird es, mich mehr zu vernetzen. Ich möchte mich nicht länger verstecken. Ich möchte mutig sein, und versuchen meinen eigenen Weg zu gehen. Eine erste Möglichkeit wird mir die LBM 17 sein. Vielleicht sehe ich ja den einen oder anderen von euch dort. 2017 kann kommen, ich bin dann jetzt soweit.

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