Der Wunsch: Autorin werden – Mein FAJ

Schreiben war mein Hobby. Ich habe es gern gemacht, ob allein, oder mit anderen zusammen. Mit Menschen aus Foren oder mit Freunden, die bei mir Zuhause sind und mit denen man einen ganzen Abend mit Gesprächen und ruhigen einhacken auf die Tastatur verbringt (wobei letzteres erst später dazu kam – solche Menschen in der Umgebung wollen erst einmal gefunden werden).
Das Schreiben macht mich glücklich.
Manchmal, wenn ich Zweifel daran habe, ob ich all das hier wirklich machen soll, nimmt mich mein Freund zur Seite und droht damit, mich das nächste Mal, wenn ich wieder an einer Geschichte arbeite, zu fotografieren. Dann könne ich ja selbst sehen, wie glücklich ich dabei aussehe. Ich glaube zwar selbst, dass ich eher konzentriert und verkrampft drein blicke. Aber so etwas ist ja bekanntlich alles eine Sache der Wahrnehmung.

Aber auch ich habe im Laufe des Jahres 2016 gemerkt, dass ich mehr möchte. Das Schreiben sollte ein wichtiger Teil meines Lebens werden. Das war mein Wunsch. Doch noch immer hatte ich den normalen Werdegang eines normalen Bürgers im Kopf. Schule, Ausbildung/Studium, Arbeit. Mein Studium neigte sich dem Ende und es war an der Zeit, nach einem geeigneten Job Ausschau zu halten. Etwas, vor dem ich mich versuchte, zu drücken. Ich wusste zwar, wohin ich wollte, doch gleichzeitig war mir bekannt, dass der Weg, eine Journalistin zu werden, kein einfacher ist. Schon gar nicht für mich, hatte ich doch die Kontakte, die ich vor Jahren aufgebaut hatte, schleifen lassen und würde mich nun erst wieder einfinden müssen.
Es hat mich die eine oder andere schlaflose Nacht gekostet. So auch meinen Freund.
Als schon seit Jahren Selbstständiger kam er mit einer Idee daher: Warum konzentrierte ich mich nach meinem Studium nicht einfach mal aufs Schreiben.

Ihr könnte euch vorstellen, was passiert ist oder? Im ersten Moment habe ich ihn ausgelacht. Was für eine absurde Idee. Jeder weiß doch, dass man von Büchern allein nicht leben kann. Schon gar nicht, wenn man noch nie etwas veröffentlicht hat. Und keinen Verlag hat. Und keine Unterstützung von der Familie (die ja noch gar nicht wusste, dass ich schon länger an einer Romanidee saß). Und keine…
Doch all das interessierte ihn gar nicht. Er war von der Idee begeistert.
Wenn ich heute so darüber nachdenke, ist es schon ein wenig komisch. Ich hätte davon begeistert sein müssen, ich hätte Feuer und Flamme sein müssen, doch stattdessen habe ich die Idee eine Weile abgewehrt. Ich hatte Angst. Zu versagen, zu verlieren, zu scheitern.
Ich hatte schlichtweg Angst um meine Existenz und, unter uns gesagt, das habe ich heute manchmal immer noch und es wäre auch schlimm, wenn nicht, denn es lässt mich die Sache langsam angehen. Ich will nichts überstürzen. Aber gleichzeitig setzte sich der Gedanke, eine Autorin werden zu können in meinem Kopf fest. Und dort wollte er nicht mehr weggehen. Also dachte ich darüber nach, sprach mit Freunden und versuchte für mich eine Möglichkeit zu finden, mein Vorhaben umzusetzen.

Die Idee des FAJ war geboren. Ein Freiwilliges Autorenjahr. Ich würde mich nach meinem Studium ein Jahr lang als Autorin versuchen (natürlich mit Nebenjob, um wenigstens etwas Geld zu verdienen). Das Schreiben lernen, mehr über Marketing und Social Media erfahren, Kontakte knüpfen.

Das ist der Plan meines FAJ. Es ist nicht mehr lange, bis mein Studium endet. Um genau zu sein, ab dem 01.04 geht es dann wirklich richtig los. Auch wenn ich natürlich schon früher damit angefangen habe. Der erste Schritt, war den #BartBroAuthors beizutreten. Der nächste ist dann wahrscheinlich die #LBM17, auf die ich mich übrigens schon sehr freue.

Hier auf diesem Blog kannst du mich auf diesem Weg begleiten. Einen Weg, der nicht einfach wird. Aber gleichzeitig auch ein Weg, den ich mit Freude, Aufregung und Erwartung beschreiten werde.
Der Weg meines freiwilligen Autorenjahrs.

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2 Gedanken zu „Der Wunsch: Autorin werden – Mein FAJ“

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