#LitCamp17 – Ein etwas emotionaler Rückblick

Ich hatte nun ganze zwei Wochen Zeit, um darüber nachzudenken, wie ich diesen Artikel gestalten möchte.
Einen Artikel über das LitCamp in Heidelberg.

Aber ob ihr es glaubt oder nicht, noch immer fühle ich mich teilweise erschlagen, wenn ich zurückdenke an die Sessions, an die Menschen und die Gespräche, an das Einhorn.

Darum möchte ich euch an einigen meiner Eindrücke und Gedanken teilhaben lassen.
Zum einen, um endlich einmal aufzuschreiben, was mich begeistert hat. Oder vielleicht auch gestört hat.
Aber auch, um euch zu zeigen, warum ich finde, dass das #LitCamp ein unfassbar tolle Veranstaltung ist.
Sicherlich nicht für jeden, so viel steht fest. Aber den einen oder anderen, der in diesem und im letzten Jahr nicht dabei sein konnte, möchte ich hiermit die Möglichkeit geben, noch einmal mit mir einzutauchen in ein Wochenende voller Vielseitigkeit.

Schon am Freitag ging es bei uns los. Zusammen mit Kathi und Maggo machten wir uns in meinem kleinen Auto auf den Weg.

Die Fahrt war nicht sehr lang und wir hatten eine Menge Spaß dabei, uns über die anderen Autofahrer aufzuregen, die mit 100 km/h die linke Spur beanspruchten.

Das war dann aber auch schon das einzige Problem und unser Navi lotste uns geradewegs in den Hinterhof des Dezernats. Dort wartete schon Babsi auf mich, mit der ich mir ein Zimmer teilte.
Kathi und Maggo blieben, Babsi und ich fuhren ins Hotel. Aber nur kurz, denn schon ging es zurück zum Dezernat, um Suse, Dirk und den anderen wunderbaren Menschen, die all das organisierten, bei den letzten Vorbereitungen zu helfen.

 

Darum waren wir auch mit die ersten, die den kleinen Pool begutachten durften. Eine Überraschung, die extra angeschafft wurde. Jammern auf Twitter hilft also doch manchmal. 😉

Es wurde spät. Mit Pizza und tollen Menschen ließen wir den Abend ausklingen. Schon in dieser kurzen Zeit hatten wir tolle Gespräche. Einige andere Leute, die ich schon kannte oder auch nicht kannte, trudelten ein. Ich hätte ewig dort sitzen und erzählen können. Aber am nächsten Tag mussten wir schließlich früh raus.

Samstag – 1. Tag:
Früh quälten Babsi und ich uns aus dem Bett. Da waren die ersten bereits fleißig am twittern.
Unfassbar, denn das ging das ganze Wochenende so weiter. Meine Timeline war voll mit den Tweets. Manchmal fand ich das ein wenig schwierig.
Es gab super interessante Sachen zu lesen – und zu hören! Wie soll man sich denn da entscheiden können?

Wie ein LitCamp funktioniert ist eine Sache, aber wie ich mich dabei gefühlt habe, eine ganz andere.
Zum ersten Mal habe ich mich getraut, eine Session anzubieten. Leider habe ich zu lange gewartet mit dem Mut ansammeln. Darum war der Session-Plan schon fast voll.
Dementsprechend heftig war auch die Konkurrenz in meinem Zeit-Slot, den ich zugewiesen bekam.
Nun kann man mir natürlich sagen: Das ist doch keine Konkurrenz…
Aber das Gefühl blieb. Es wurde sogar so stark, dass ich kurz davor war, meine Session abzusagen. Zum Glück tat ich es nicht.
So viel Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, hatte ich letzten Endes auch nicht, denn immer wieder kamen Gespräche auf und natürlich besuchte ich auch die eine oder andere total interessante Session. Eventuell werde ich nächste Woche noch einmal genauer auf die Sessions eingehen, die ich besucht habe.

Und dann war es endlich soweit. Meine eigene Session sollte stattfinden. Der Raum war nicht optimal und so verlegte ich sie kurzerhand nach draußen.
Immerhin waren vier Leute da. Das war doch schon mal was… Ja, okay. Ich war enttäuscht.
Obwohl ich gar keinen Grund dazu hatte, denn es dauerte einfach nur eine Weile bis alle da waren.
Und dann hatten wir eine super Session!

Endlich war die Anspannung weg, die mich bis zu diesem Moment begleitet hatte.
Sie hat mich nicht wirklich daran gehindert, an Gesprächen teilzunehmen, aber sie lag mir doch irgendwie im Magen und ich wusste nicht so recht, wohin damit.
Gut gelaunt hörte ich mir die restlichen Sessions an und fand Menschen, die ich sonst nur von Twitter kannte.

Und dann kam das Abendessen. Ich hatte mir nicht vorstellen können, dass es die Gruppe an Teilnehmern so zerreißen würde, aber viele suchten sich etwas zu essen und wieder andere mussten schon wieder gehen. Manch einer reiste sogar schon ab und hier und da wurde sich bereits verabschiedet.
Es machte mich ein wenig wehmütig. Schließlich stand das alles noch bevor. Ich würde mich doch nicht so einfach von all diesen tollen Menschen wieder trennen können…

Doch so sehr der Abschied seine Schatten bereits voraus warf, so lustig wurde es dann noch einmal am Abend. In kleiner Runde fanden die abendlichen Sessions statt.
Hier und da sogar ganz spontan, so wie unsere Pool-Session oder die Fortsetzung einer Session, in der vorgelesen wurde. Es war herrlich!
Aber auch irgendwann wieder vorbei.
Zum Glück, wie ich gestehen muss, denn irgendwann war ich weder aufnahmefähig, noch konnte ich meine Augen offen halten.

Sonntag – 2. Tag:
Man spürte es schon beim Aufstehen und Packen. Das LitCamp hatte noch einige Stunden vor sich und doch war ein Teil ja bereits weg. Wieder andere kamen sonntags erst dazu.
Irgendwie komisch. Aber man macht schließlich das beste daraus. Und darum heißt der Sonntag auf einem Barcamp wohl auch Qualitäts-Sonntag.
Wieder wurden Sessions vorgeschlagen. Wieder bin ich mit dabei. Schon ein bisschen mutiger.
Aber leider vergeht der Tag viel zu schnell. Und meine Eindrücke und Gefühle kommen gar nicht hinterher.

Schon ist das LitCamp vorbei und ich sitze auf meinem Stuhl, weiß nicht so recht, wohin mit mir.
Natürlich helfen wir mit abbauen. Aber das seltsame Gefühl bleibt. Mir taten die Menschen, die ich in meinem Auto mit zurück nehmen wollte, schon ein bisschen Leid.
Denn ich wuselte mal hier hin und mal dahin, nur um Zeit zu schinden und noch nicht losfahren zu müssen.
Zum Glück fanden sich noch ein paar wundervolle Menschen, mit denen wir dann ein letztes Mal essen gingen.

Und dann war es endgültig vorbei.

Vollkommen ausgelaugt und erschöpft kam ich zuhause an. Traurig, glücklich, voller Tatendrang und doch zu müde, um mich noch irgendwie zu bewegen.

Jetzt ist dieser Bericht doch irgendwie emotionaler geworden als gedacht.
Gerne dürft ihr mir auch erzählen, wie ihr euch gefühlt habt. Wart ihr zum ersten Mal da, so wie ich?
Oder vielleicht zum zweiten Mal? Ist es dann nicht mehr ganz so überwältigend?
Möglicherweise war das LitCamp auch gar nicht so euer Ding.
Ich bin gespannt, was ihr zu erzählen habt! 😀

 

 

 

 

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3 Gedanken zu „#LitCamp17 – Ein etwas emotionaler Rückblick“

  1. Awwww?

    ich will dich herzen und in den Arm nehmen! So viele Sorgen in deinem Kopf, die da ihren Platz in diesen Zeilen gefunden haben! Die hat man dir kein stück angemerkt. Du warst eine Power-Rakete und hast immer non-stop selbstbewusst und engagiert, top-motiviert gewirkt. Was in deinem Innenleben so vor sich ging, hätte ich echt nicht so erwartet und ich kann dich sehr gut verstehen.
    Ich wünsche mir auch nichts mehr, als das Ganze nochmal zu erleben, und dann ohne den Abschiedsschmerz. Ich empfinde ebenfalls dieses Heimweh, unter dem du offenbar auch leidest und verstehe dich sehr gut.

    Dieser Tatendrang in Kombination mit ausgelaugter Müdigkeit und Reizüberflutung ist etwas Tolles, oder? 😉

    Grüzie
    Kia

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