Schreibzimmer

Heute habe ich einen schönen Artikel per Twitter gefunden.
Gleichzeitig war dieser eine Einladung, an einer Blogparade teilzunehmen. Und das möchte ich mit diesem Artikel tun.

Es geht um “Ein Zimmer zum Schreiben” auf Ricardas Blog Schreibsuechtig.de.
Sie erzählt davon, dass sie ein Zimmer nur zum Schreiben angemietet hat. Ein Arbeitszimmer – für ihre Arbeit als Autorin.
Ein wundervoller Gedanke! Hier noch einmal der Link zum Artikel.

Mich selbst haben ihre Zeilen dazu angeregt, einmal über mein “Schreibzimmer” nachzudenken.
Denn tatsächlich habe ich das Glück, ein Arbeitszimmer in unserer Wohnung zu haben. Allerdings nutze ich es auch zum Filme oder Serien schauen…
Und es war ein langer Weg, bis ich dieses Zimmer auch wirklich als solches wahrnehmen konnte.

Denn als wir in unsere Wohnung gezogen sind, waren wir zu dritt. Eine WG.
Und in diesem Arbeitszimmer standen 3 Schreibtische, jede Menge Ordner und meist waren auch alle drei Personen anwesend.
Nicht immer ganz einfach, wie ich jetzt weiß, denn unser Mitbewohner hatte eine sehr laute Tastatur und war ein leidenschaftlicher Zocker.
Ab und an halfen selbst meine Kopfhörer, von denen ich bis zu diesen Momenten dachte, sie würden keine Geräusche von außen durchlassen, nicht mehr.
Nach längerem Suchen habe ich sogar ein Bild gefunden. So sah mein Schreibtisch knapp 2 Jahre lang aus:

Viel zu klein für die beiden Bildschirme und auch sonst für so ziemlich alles. Links neben dem Tisch habe ich nach einem Jahr noch einen Rollcontainer dazu bekommen. So hatte ich wenigstens etawas mehr Ablagefläche und Stauraum.
Trotzdem nicht gerade der beste Ort zum Arbeiten. Oft habe ich mich in die Bib unserer Uni zurückgezogen, oder ins Wohnzimmer.

Nach zwei Jahren ist unser Mitbewohner, wie oben schon erwähnt, ausgezogen und in unserem Büro war auf einmal mehr Platz. Das war Grund genug für mich, einen größeren Schreibtisch anzuschaffen. Ich wollte endlich mehr als einen Meter Arbeitsplatte. (Es war übrigens genau 1 Meter, der mir zur Verfügung stand…)
Und so kam es dann zu dieser Konstruktion:

Ich liebe meinen Schreibtisch! Er ist groß und tief.
Neben meinem neuen Schreibtisch (weiß) steht jetzt mein alter Schreibtisch. Mein Freund und ich nutzen ihn gemeinsam. Entweder als Ablage oder als Werkbank. Es fühlt sich für mich nun endlich wie ein richtiges Büro an. Ein Zimmer, in dem ich arbeiten, also schreiben, kann.
Um ehrlich zu sein, freue ich mich nun auch wieder, das Arbeitszimmer zu nutzen. Denn das tue ich jeden Tag.
Ich bin auch gleich viel produktiver geworden, so als hätte meine Kreativität nun die Möglichkeit, sich auszubreiten. Ein Whitebord hängt übrigens hinter mir, auf dem ich fleißig Ideen für meine Projekte notiere. Nach dem Umbau habe ich dann auch endlich mein Manuskript beendet. Ein wundervolles Gefühl.

Ein eigenes Zimmer anmieten muss ich aus diesem Grund nicht. Auch, wenn ich hier und da noch so meine Probleme habe, wenn mein Freund auch da ist.
Wir haben Tage, an denen funktioniert das gut, wir haben aber auch Tage, da nerven wir uns gegenseitig.
Dann hilft es mir wirklich nur noch, die (neuen – diesmal besseren) Kopfhörer aufzusetzen und die Musik aufzudrehen.

Vielleicht werde ich irgendwann einmal ein eigenes Zimmer dafür haben. Es ist eine schöne Vorstellung und ich merke selbst, wie produktiv ich bin, wenn ich meine Ruhe habe.
Aber momentan ist es noch nicht nötig und finanziell auch leider nicht machbar.
Zudem hat sich in unserem Arbeitszimmer ja schon einiges zum Guten gewandelt 😀

Ich schaue zwar immer noch meine Serien und Filme, aber ich habe dennoch das Gefühl, arbeiten zu MÜSSEN, sobald ich hier sitze. Oder zumindest etwas Produktives tun zu wollen.
Manchmal fühle ich mich sogar richtig schlecht, einfach nur vor den Bildschirmen zu sitzen. So schlecht, dass ich teilweise den Raum verlasse. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich für meinen Teil werde noch ein paar der Artikel zu diesem Thema lesen. Es ist einfach unglaublich interessant, wie unterschiedlich die Arbeitsplätze von Menschen sind und in welchem Umfeld sie am kreativsten sind.

Vielen Dank an dieser Stelle für die tolle Blogparade.

 

2 Gedanken zu „Schreibzimmer“

  1. Liebe Jana,
    ich freue mich, dass Du die Blogparade noch rechtzeitig entdeckt hast! Ein schöner Beitrag, von dem ich vieles nachvollziehen kann, weil ähnlich erlebt.
    Meine Erkenntnis: Genügend Platz am Schreibtisch bedeutet auch ausreichend Platz zum Denken.
    Ich wünsche Dir noch viel Spaß beim Schreiben und viel Erfolg für Deinen ersten Roman.
    Liebe Grüße
    Ricarda

    1. Hallo Ricarda,
      vielen Dank für die lieben Worte.
      Deine Erkenntnis kann ich übrigens voll und ganz unterschreiben.
      Ich glaube es liegt aber auch daran, dass ich mein Studium mittlerweile beendet habe und nicht mehr 5 verschiedene Fächer an meinem Schreibtisch lernen muss. Fast ein bisschen wie mit deinem Zimmer. Mein Schreibtisch soll vor allem für eines da sein: Fürs Schreiben 🙂
      Liebe Grüße
      Jana

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